Am 14. März 2025 erlebten die Kinder und Lehrerinnen und Lehrer unserer Grundschule ein buntes, hochinformatives und unterhaltsames Konzert mit dem Staatsorchester Kassel und seinem Chefdirigenten Francesco Angelico im Staatstheater Kassel. In der Vorankündigung zum Kinderkonzert war zu lesen: „Instrumente, zauberhafte Flöten, laute und leise Töne. Sie zupfen an Saiten und singen schief – aber von Herzen. Dabei begegnen sie nicht nur vielen Musikerinnen und Musikern des Staatsorchesters Kassel, sondern auch dem Cantamus-Kinderchor.“ Das wie im Titel angekündigte befürchtete „Chaos“ blieb jedoch gänzlich aus. Die Kinder erlebten ein phantastisches Konzert mit wenig gesprochenen Worten, dafür aber mit sehr viel Musik - von klassischen Werken wie zum Beispiel Mozarts Oper „Cosi fan tutte“ und Tschaikowskys Blumenwalzer aus „Der Nussknacker“ bis hin zu Showmusik und viel Virtuosem. Eine erwartete Moderation fiel gänzlich weg und wurde von den beiden Clowns auf besondere Art und Weise übernommen.
Mit der Ouvertüre zu „Cosi fan tutte“ startete das Konzertprogramm. Die knapp 500 Kinder wurden von jetzt auf gleich ganz still und hörten dem Konzert gespannt zu. Ebenso die beiden Clowns Baldur (Thomas Hof) und Balduan (Michel Fickinger). Doch schon bald traten sie in dem sich anschließenden „Blumenwalzer“ tänzerisch verzückt in Aktion und haben zur Musik von Tschaikowsky eine wunderschöne Blumenlandschaft aus Luftballons auf die Bühne gezaubert. Mit Witz und technisch sehenswerten Tricks wurden die Blumen schließlich auch gegossen. Und schon war eine Überleitung vom Gartenschlauch mit Trichter zum nächsten Musikstück geschaffen – einem Trompetenkonzert von Alexander Arutunian. So wickelte Baldur den Gartenschlauch in Hornform und setzte einen Trichter unten an das Schlauchende. Der Solist Max Westermann entlockte über sein Mundstück auf grandiose Weise dem Gartenschlauch Töne und musizierte ein Stück, bevor dann sein hervorragendes Solo mit seiner „echten“ Trompete zu Gehör gebracht wurde. Die Analogie vom Gartenschlauch mit Trichter zur Trompete war gegeben und für die Kinder absolut nachvollziehbar. Weiter ging es mit viel Pantomime. Baldur war die Faszination über das Orchester regelrecht ins Gesicht geschrieben und während das Orchester weiter musizierte, entlockte er den Kindern volle Aufmerksamkeit durch seine unsichtbaren Instrumente pantomimisch dargestellt. Zeigte er eine Geige an, war für die Kinder schnell ersichtlich, wo Baldurs imitiertes Instrument im Orchester zu sehen und zu hören war. Plötzlich gab es eine Durchsage, bei der ein Falschparker aufgefordert wurde, sein Auto sofort um zu parken. Natürlich machte sich der Chefdirigent persönlich auf den Weg und verließ für kurze Zeit sein Dirigentenpult und somit das Orchester. Die (geplante) Gunst der Stunde nutzte Baldur und stellte sich vor das Orchester. Mit viel Faszination und Einfühlungsvermögen griff er zum Taktstock und den Kindern wurde auf faszinierende Weise über Baldur gelehrt, wie das Dirigieren funktioniert. Besonders virtuos dargeboten wurde auch eine Komposition von Gustav Peter „Erinnerungen an Zirkus Renz“, wo Gabriel Robles an dem für die Kinder vertrauten Instrument Xylophon sehr virtuos zu erleben war. Eine Musik, die wie ein akrobatisches Kunststück erklang – fröhlich und verspielt wie in einem Zirkus. Dem folgte Aram Katschaturjans „Säbeltanz“, bei dem die Clowns sehr aktiv wurden und den Kindern einen bildhaften Säbeltanz präsentierten. Sehr berührend dann der Auftritt des Kinderchors Cantamus, der mit dem dargebotenen Lied „Rainbow-Connection“ nach dem wilden Säbeltanz sehr beruhigend auf die Kinder einwirkte und die Bühne in Regenbogenfarben illuminiert war. Durch die Musik wurde die Symbolik des Regenbogens als Zeichen der Hoffnung spürbar. Anschließend wurden die Kinder durch „Hedwig’s Theme“ aus dem Film „Harry Potter“ in die magische Welt von Harry Potter versetzt. Sehenswert die magischen und zauberhaften Einlagen über den von Baldur geführten Taktstock des Dirigenten, der nun als Zauberstab fungierte und Balduans Koffer zum Schweben brachte durch ein angezeigtes „Hoch“ und „Runter“ – wie in der Musik mit hohen und tiefen Tönen. Auch eine magische Zauberkugel, die Baldur nach seinen Jonglierkünsten noch zum Schweben brachte, ließ das junge Publikum aus dem Staunen nicht mehr rauskommen. Nach so viel Erlebten können Clowns schon mal müde werden. Der Kinderchor hatte einen weiteren Auftritt und brachte die beiden Clowns mit ihrem „Abendsegen“ aus der Oper „Hänsel und Gretel“ von Engelbert Humperdinck zum Einschlafen. Mit dem Schlager „Mein kleiner grüner Kaktus“ erwachten die Clowns und stimmten dann zusammen mit dem Chor „Lass Jetzt Los“ aus dem Film „Die Eiskönigin“ das letzte Stück an.
Auf die Weite und Breite des Programms folgte begeisterter und lang anhaltender Applaus mit Standing Ovations und lauten Zugabe-Rufen. Als Zugabe folgte der „Wellerman-Song“, bei dem die Kinder durch Bodypercussion einbezogen wurden und selbstverständlich laut mitgesungen haben. Durchweg glückliche Kinder, die noch vom Platz aus ihre Begeisterung zum Ausdruck brachten und das Theater wie schon im vergangenen Jahr gar nicht verlassen wollten… Fröhlich ging es mit den Bussen zurück zur Schule. An dieser Stelle sei unserem Förderverein ein ganz großes und besonders herzliches Dankeschön zu sagen, der für alle den Kinderkonzert-Besuch durch seine komplette Finanzierung möglich gemacht hat!
Wir freuen uns schon sehr auf das nächste Kinderkonzert im Schuljahr 2025/26!